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dc.contributor.authorPusse, Tina-Karen
dc.contributor.editorDetlef Haberland
dc.date.accessioned2017-06-13T14:32:54Z
dc.date.issued2016-12-31
dc.identifier.citationPusse, Tina-Karen. (2016) Kontinuum der Ausnahmezustände. Hans-Henny Jahnn 1930-1950. Ästhetik und Ideologie 1945 Wandlung oder Kontinuität poetologischer Paradigmen deutschsprachiger Schriftsteller: Vol. 67. Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (pp. 147-158): De Gruyter.en_IE
dc.identifier.isbn978-3-11-050138-4
dc.identifier.issn2190-1899
dc.identifier.urihttp://hdl.handle.net/10379/6574
dc.description.abstractHans Henny Jahnn (1894‒1959) gilt heute als einer der „großen produktiven Außenseiter des [20.] Jahrhunderts“ und zugleich als „Verneiner der Zivilisation“1 Die meisten Standardwerke der deutschen Literaturgeschichte folgen im Grunde bis heute der nationalsozialistischen Presse, der er als ‚Kommunist und Pornograph‘ gilt, bewerten dies aber je nach politischer Ausrichtung als positiv oder negativ. Auch Bergs Sozialgeschichte merkt an, dass in fast allen seiner Texte das Inzesttabu gebrochen werde,2 sagt aber wenig über die ästhetische Dimension oder die Entwicklung seines Werks. Eine „Stunde Null“ lässt sich in Jahnns Schreiben nicht konstatieren; sein zwischen den Jahren 1937 und 1951 verfasster Roman Fluss ohne Ufer3 amalgamiert Elemente des expressionistischen Dramas mit zahlreichen intertextuellen Verweisen (z.B. auf Büchner, Rousseau und Kleist) und präsentiert sie in der Form eines modernen Romans (inklusive der genretypischen fragmentarischen Elemente), ohne dass sich Stilbrüche oder -verschiebungen am Datum des Kriegsendes oder Jahnns vorübergehender Rückkehr nach Deutschland festmachen ließen. Auch thematisch präsentiert sich das Jahnnsche Werk als Kontinuum – und zwar nicht als eines, das Terror und Entmenschlichung des Faschismus ignoriert, sondern eher als eines, dass diese nicht als Ausnahmezustand behandelt, sondern als ständige Möglichkeit der Entgleisung, die sich aus unterschiedlichen Motiven ins Alltagsleben seiner Protagonisten schieben.en_IE
dc.formatapplication/pdfen_IE
dc.language.isoenen_IE
dc.publisherDe Gruyteren_IE
dc.relation.ispartofSchriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europaen
dc.subjectStunde 0en_IE
dc.subjectPoetiken_IE
dc.subjectWorld War IIen_IE
dc.subjectHans-Henny Jahnnen_IE
dc.titleKontinuum der Ausnahmezustände. Hans-Henny Jahnn 1930-1950en_IE
dc.typeArticleen_IE
dc.date.updated2017-05-26T08:48:39Z
dc.local.publishedsourcehttps://www.degruyter.com/view/serial/234853en_IE
dc.description.peer-reviewedNot peer reviewed
dc.contributor.funder|~|1267881|~|
dc.description.embargo2017-12-31
dc.internal.rssid12513610
dc.local.contactTina-Karen Pusse, German Department, Nui Galway. 5874 Email: tina-karen.pusse@nuigalway.ie
dc.local.copyrightcheckedNo
dc.local.versionACCEPTED
nui.item.downloads37


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